Umfangsgeschwindigkeit berechnen
Die Umfangsgeschwindigkeit an der Dichtstelle entscheidet mit darüber, welche Bauform und welches Elastomer in Frage kommen. Sie ergibt sich aus Wellendurchmesser und Drehzahl.
Formel: v = π · D1 · n / 60 000 — mit D1 in Millimetern und n in Umdrehungen je Minute ergibt sich v in Metern je Sekunde. Der Grenzwert von 40 m/s gilt für VR-Radialwellendichtringe und nicht gleichzeitig mit dem maximalen Druck. Wir legen Ihren Fall gerne konkret aus.
Was die Umfangsgeschwindigkeit beeinflusst
Mit steigender Umfangsgeschwindigkeit wächst die Reibleistung an der Dichtlippe und damit die Temperatur. Das belastet das Elastomer und den Schmierstoff. Die zulässige Geschwindigkeit hängt deshalb immer vom Zusammenspiel mit Druck, Schmierung und Werkstoff ab — die 40 m/s sind ein Grenzwert, kein Betriebspunkt.
Weil VR-Dichtungen mit deutlich geringerer Radialkraft arbeiten, entsteht weniger Reibungswärme. Das verschiebt die praktisch erreichbare Geschwindigkeit nach oben. Mehr dazu unter Reibleistung.
Weitere Auslegungsgrössen
- Druck auf der Dichtseite — bis 150 bar bei Bauform SOA
- Betriebstemperatur — bestimmt die Werkstoffwahl
- Abzudichtendes Medium und Schmierungszustand
- Oberflächengüte und Härte der Welle
- Ringspalt ds zwischen Welle und Stützkörper
Die Vorgaben dazu stehen in den Konstruktionsrichtlinien.